Abfindungsrechner

Hier finden Sie mehrere Abfindungsrechner, welche die Einkommensteuer für die Jahre 2010-2012 sowie 2013 und 2014 oder die Lohnsteuer für 2013 und 2014 auf Abfindungen berechnen. Außerdem gibt es hier Informationen zur steuerfreien Umwandlung und zu Steuersparmöglichkeiten bei Abfindungen sowie zur möglichen steuerlichen Begünstigung der Abfindung durch die Fünftelregelung.


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Die Besteuerung von Abfindungen erfolgt gewissermaßen in zwei Stufen. So wird die Versteuerung von Abfindungen zunächst durch den Arbeitgeber berechnet, um die entsprechende Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Bereits beim Abzug der Lohnsteuer kann es bei steuerlich begünstigten Abfindungen zur Tarifermäßigung durch die Fünftelregelung kommen. Im zweiten Schritt - bei Durchführung der Steuerveranlagung durch das Finanzamt - wird dann die endgültige Einkommensteuer auf die Abfindungen ermittelt.


  Abfindungsrechner




Bruttolohn    Steuerklasse    
Lohnzahlungszeitraum   Faktor Klasse 4:      
Abfindungshöhe   Voraus. Jahreslohn ohne Abfindung      
Bundesland Arbeitsstätte   Kinderfreibeträge      
Kirchensteuer %   Geburtsdatum      
Rentenversicherungspflicht neinja   Elternteil bzw. < 23 J neinja      
Beitragssatz KV
inkl. 0,9% ANAnteil
%   oder PKV (inkl. Pflegeversicherung)      
Hinzurechnungsbetrag p.a.   Freibetrag p.a.      








   

Abfindungsrechner auf dieser Website

Auf Abfindungsrechner.org sind derzeit fünf verschiedene Abfindungsrechner verfügbar. Folgende Vorgehensweise kann sich bei der Berechnung von Abfindungen anbieten:

1. Lohnsteuer auf Abfindungen berechnen
2. Einkommensteuer auf Abfindungen berechnen
3. Abfindungen steuerfrei umwandeln
4. Steuergestaltungsmöglichkeiten von Abfindungen berechnen
5. Steueroptimierung von Abfindungen
   

Steuerberechnung mit dem Abfindungsrechner

Mit dem Begriff Abfindungen ist sehr oft der Abschluss eines Aufhebungsvertrags sowie die vereinbarte Zahlung einer Abfindung gemeint. Bei der Berechnung der Lohnsteuer mit dem Abfindungsrechner auf dieser Seite wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass es sich bei der Abfindung entsprechend §24 EStG um eine Entschädigung als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen oder für die Aufgabe oder das Nichtausüben einer Tätigkeit handelt. Eine Abfindung im Rahmen von Versorgungsbezügen wird nicht berechnet.

Für die Berechnung der Steuern ist genau zwischen der Abfindung und den weiteren Lohnbestandteilen, wie Arbeitslohn, der Nachzahlung von Arbeitslohn oder etwa einer Urlaubsabgeltung zu unterscheiden. Im Abfindungsrechner kann daher neben der Abfindungssumme ein zusätzlich der reguläre Bruttolohn (im Auszahlungsmonat) eingetragen werden. Wichtig für die Berechnung der Lohnsteuer auf die Abfindung ist auch der voraussichtliche Jahreslohn ohne die Abfindung. Gemäß der Lohnsteuerrichtlinien zu § 39b EStG ist der voraussichtliche Jahresarbeitslohn bei sonstigen Bezügen auf Basis der Angaben des Arbeitnehmers zu bestimmen. Liegen keine Angaben durch den Arbeitgeber vor, ist der bisher gewährte Arbeitslohn auf einen Jahresbetrag hochzurechnen. Dieser Hochrechnung bedarf es nicht, wenn mit einem weiteren Zufließen von Arbeitslohn im Kalenderjahr etwa wegen Alters oder Erwerbsunfähigkeit nicht zu rechnen ist.

Als Berechnungsergebnis werden die Höhe der Nettoabfindung sowie die Steuern auf die Abfindung mit und ohne Tarifermäßigung durch die Fünftelregelung angezeigt. Zusätzlich werden die Steuern auf alle Lohnbestandsteile berechnet, falls etwa ein zusätzlicher Bruttolohn eingegeben wurde. Für die Richtigkeit der Ergebnisse der Abfindungsrechner auf diesen Seiten wird keine Gewähr übernommen. Die Frage, wann eine Abfindung steuerlich begünstigt ist, kann ein Steuerexperte beantworten.    

Pflichtveranlagung bei Erhalt von Abfindungen

Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich beim Erhalt einer Abfindung dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung wird durch das Finanzamt ermittelt, wie die Abfindung tatsächlich besteuert wird. Für die Steuerfestsetzung durch das Finanzamt spielen dabei auch Faktoren außerhalb der Angestelltentätigkeit eine Rolle, welche der Arbeitgeber bei der Berechnung der Lohnsteuer eventuell noch nicht berücksichtigen kann. Durch die Veränderung dieser Faktoren gibt es oftmals auch nach Erhalt der Abfindungen noch Steuergestaltungsmöglichkeiten. Hierzu finden Sie auf dieser Unterseite einen Abfindungsrechner zur Steueroptimierung.    

Steuergestaltungsmöglichkeiten

Schauen Sie hierzu auf der Unterseite zu den Steuergestaltungsmöglichkeiten beim Erhalt einer Abfindung.    

Antrag auf tarifermäßigte Besteuerung von Abfindungen

Wenn der Arbeitgeber erkennen kann, dass der steuerpflichtige Teil einer Abfindung mit dem übrigen Arbeitslohn zu einer Zusammenballung führt, ist er grundsätzlich zur Anwendung der Fünftelregelung bei der Besteuerung der Abfindung verpflichtet. Sind die anderen Einkünfte für eine Zusammenballung entscheidend, kann der Arbeitnehmer die tarifermäßigte Besteuerung der Abfindung beantragen, wenn er dem Arbeitgeber diese anderen Einkünfte mitteilt. Wurde die Abfindung als normaler sonstiger Bezug ohne Tarifermäßigung besteuert, wird dieses in der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. Der Arbeitnehmer kann dann nachträglich im Veranlagungsverfahren die Tarifermäßigung beantragen.    

Sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Abfindungen

Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts stellen Entlassungsabfindungen, welche als Entschädigung für zukünftige Verdienstmöglichkeiten gezahlt werden, sozialversicherungsrechtlich kein Arbeitsentgelt dar. Aus diesem Grund entsteht für diese Art von Abfindungen keine Beitragspflicht in den gesetzlichen Sozialversicherungen. Auch aus diesem Grund ist daher zwischen der beitragspflichtigen Nachzahlung von Arbeitslohn oder einer Urlaubsabgeltung und der Abfindung zu unterscheiden.    

Abfindungsrechner und Fünftelregelung

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Abfindungen durch die so genannte Fünftelregelung begünstigt. Die Anwendung der Fünftelregelung kommt zum Beispiel für eine Entlassungsentschädigung, eine Karenzentschädigung oder eine Entschädigung wegen Wettbewerbsverbot in Betracht. Die gesetzliche Vorschrift für die Fünftelregelung findet sich in § 34 EStG. Durch diese Steuervergünstigung soll der durch die Zusammenballung der Einkünfte nachteilige Progressionseffekt bei Auszahlung einer Abfindung gemildert werden. Voraussetzung für die Tarifermäßigung ist unter anderem die Zusammenballung der Einkünfte in einem Kalenderjahr. Weitere Einzelheiten zu den Voraussetzungen für die begünstigte Besteuerung bei Abfindungen finden Sie im folgenden Schreiben Entlassungsentschaedigungen.pdf.

Grundsätzlich wird für die Besteuerung der Abfindung mit der Fünftelregelung die Steuerdifferenz von nur einem Fünftel der Abfindung zum verbleibenden zu versteuernden Einkommen ermittelt sowie diese Steuerdifferenz dann mit fünf multipliziert und der Steuer des verbleibenden zu versteuernden Einkommen hinzuaddiert.

In den meisten Fällen würde sich bei normaler Besteuerung der Abfindung wegen der Steuerprogression eine höhere Steuer auf die verbleibenden vier Fünftel der Abfindung ergeben. Modifikationen bei der Steuerberechnung unter Anwendung der Fünftelregelung ergeben sich, wenn das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ ist. Anzumerken ist auch, dass sich durch die Fünftelregelung keine Vergünstigungen ergeben, wenn der Grenzsteuersatz für das verbleibende zu versteuernde Einkommen bereits über dem Spitzensteuersatz liegt.

FAQ auf abfindungsrechner.org

1. Abfindungsrechner auf dieser Website
2. Steuerberechnung mit dem Abfindungsrechner
3. Pflichtveranlagung bei Erhalt von Abfindungen
4. Steuergestaltungsmöglichkeiten
5. Antrag auf tarifermäßigte Besteuerung von Abfindungen
6. Sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Abfindungen
7. Abfindungsrechner und Fünftelregelung
8. Vervielfältigungsregelung
9. Abfindung-Berechnen
10. Abfindung-Steueroptimierung
11. Abfindungsrechner-Steueroptimierung


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